Überblick: Was ist Neuraltherapie?
Die Neuraltherapie basiert auf der gezielten Injektion von Lokalanästhetika in bestimmte Hautareale, Narben, Nerven oder Gewebestrukturen. Ziel ist es, gestörte Regulationsprozesse des vegetativen Nervensystems zu normalisieren und schmerzauslösende Reizkreise zu unterbrechen. Anders als bei rein symptomorientierten Verfahren steht bei der Neuraltherapie die funktionelle Betrachtung des Schmerzgeschehens im Vordergrund.
Sie wird häufig ergänzend zu anderen Verfahren der interventionellen Schmerztherapie in Hannover angewendet, insbesondere wenn komplexe oder therapieresistente Beschwerden vorliegen.
Typische Anwendungsgebiete
Neuraltherapie kann bei unterschiedlichen Schmerzformen und funktionellen Störungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem:
- Chronische Rückenschmerzen und Wirbelsäulenbeschwerden
- Kopf- und Gesichtsschmerzen
- Nervenirritationen und neuropathische Schmerzen
- Beschwerden nach Operationen oder Verletzungen
- Schmerzen im Bereich von Narben oder Weichteilen
Insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit länger bestehenden Schmerzen kann die Neuraltherapie Teil eines umfassenden Behandlungsansatzes sein.
Formen der Neuraltherapie
Segmenttherapie und lokale Injektionen
Bei der Segmenttherapie werden bestimmte Haut- oder Muskelareale behandelt, die über das Nervensystem mit den schmerzhaften Strukturen verbunden sind. Diese Form zählt zu den lokalanästhetischen Verfahren und wird häufig bei funktionellen Störungen des Bewegungsapparates eingesetzt.
Störfeldbehandlung
Ein weiterer Ansatz ist die Behandlung sogenannter Störfelder, etwa Narben oder chronisch gereizter Gewebebereiche. Diese können das Nervensystem dauerhaft beeinflussen und Schmerzen an entfernten Körperstellen unterhalten. Die gezielte Injektion soll diese störenden Reize modulieren.
Kombination mit weiteren minimalinvasiven Verfahren
Neuraltherapie wird in der Praxis häufig mit anderen interventionellen Maßnahmen kombiniert, etwa mit Infiltrationen an der Wirbelsäule oder Gelenken. Beispiele sind die Infiltrationstherapie in Hannover oder ergänzende Verfahren aus der minimalinvasiven Schmerztherapie.
Ablauf und individuelle Therapieplanung
Vor Beginn einer Neuraltherapie erfolgt eine ausführliche ärztliche Anamnese mit Analyse der Schmerzgeschichte, möglicher Auslöser und bisheriger Therapien. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob die Neuraltherapie medizinisch sinnvoll ist und in welcher Form sie angewendet wird. Die Behandlung selbst erfolgt in der Regel ambulant und unter sterilen Bedingungen.
Der Therapieverlauf wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Häufig ist die Neuraltherapie in ein umfassenderes Konzept der interdisziplinären Schmerztherapie eingebettet, um verschiedene Einflussfaktoren gezielt zu berücksichtigen.
Einbindung in ganzheitliche Schmerzkonzepte
Die Neuraltherapie stellt keine isolierte Maßnahme dar, sondern ergänzt andere bewährte Therapieformen. Dazu zählen unter anderem die medikamentöse Schmerztherapie sowie physikalische Maßnahmen wie Anwendungen aus der physikalischen Schmerztherapie. Bei komplexen Verläufen kann zudem eine Einbindung in die multimodale Schmerztherapie in Hannover sinnvoll sein.
Im Umfeld operativer Eingriffe oder bei chronischen Erkrankungen erfolgt die Abstimmung gegebenenfalls mit der Anästhesie oder – bei fortgeschrittenem Krankheitsbild – mit der Palliativmedizin.
Sicherheit und medizinische Verantwortung
Die Neuraltherapie erfordert fundierte Kenntnisse der Anatomie und des Nervensystems sowie Erfahrung in der Injektionstechnik. In der OP-Ambulanz Hannover wird sie von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt, die auf die Behandlung komplexer Schmerzsyndrome spezialisiert sind. Ziel ist eine verantwortungsvolle, individuell angepasste und medizinisch begründete Therapie ohne unrealistische Erwartungen oder Versprechen.